Über den Film: Dervisi
Ein Abend im Ramadan - 1951 in Skopje. Silhouetten schleichen durch eine leere Gasse und verschwinden in ein altes Haus. Hier, in diesem Tempel, werden sonderbare befremdliche Übungen stattfinden. Mehrere Männer sitzen dort im Schneidersitz und trinken Kaffee. Das bescheidene Gebäude beherbergt das Grab eines ehemaligen Ordensträger der Rifai Sekte und seiner Familie. In einem Nebenzimmer legt einer der Männer das Gewand des Scheiks an, dem großen gebetslesenden Priester, und stimmt das Gebet des Ramadan an.
Niedergeworfen stimmen die treuen Anhänger einen immer schnelleren Singsang an, der immer lauter wird. Sie fallen in Trance, stehen auf und bilden einen Kreis. Seite an Seite wippen sie von einem Fuß zum anderen und schlagen dabei auf Trommeln.
Die Kasteiungsrituale können beginnen. Der Sheik durchsticht die Wange der jungen Leute mit einem Stilett. Die ältesten durchstechen sich selber beide Wangen gleichzeitig mit einem Dolch. Die Spitze wird durch eine mit Glöckchen versehene Eisenkugel beschwert. Stoisch vergießen die Derwische dabei keinen einzigen Tropfen Blut. Zart besaitete Gemüter bitte wegschauen!
Herkunft: Mazedonisch
Dauer: 9' 44"
Genre: Dokumentarfilm
Ton: Ton
Auflage: schwarz-weiß
Produzent: Vardar Film
Originalfassung: Mazedonisch
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