Libretto: Les Kiriki - Acrobates japonais
(Die Kiriki - Japanische Akrobaten)



Ein unwiderstehlicher Film, der viele Künstler inspiriert hat (sogar den Choreographen Philippe Decouflé). Diese 3-minütige kleine Perle wurde von Segundo de Chomón (1871-1929) gedreht. Ein Fachmann für Spezialeffekte, der von Pathé eingestellt wurde, um bei einer Reihe von Filmen mit Spezialeffekten, die mit denen von Georges Méliès (1861-1938) konkurrieren sollten, Regie zu führen.
Chomón ist während eines Aufenthaltes in Paris dabei, als 1896 die Geburtsstunde des Kinematographen gefeiert wird. Der spanische Bürokaufmann, der aus Teruel stammt, fängt 1899 bei Méliès als Kolirist an. Später geht er zu Pathé-Frères und beteiligt sich dort an der Entwicklung eines mechanischen Koloriersystem: dem Pathécolor.
1901 läßt sich Chomón in Barcelona nieder, wo er zahlreiche Dokumentarfilme macht und sich in Animation und Trickaufnahmen versucht. Pathé ruft ihn zurück nach Paris, wo er als Bildeinsteller unter anderem an Der Erlkönig (Le Roi des Aulnes) arbeitet. Insgesamt macht er an die vierzig Filme und versucht sich in allen Genres.
Diesen Film gab es nur noch als schwarzweiß Version. Dank der Zusammenarbeit mit der Cinémathèque Française, die das original Schwarzweißmaterial mit einseitiger Perforation verwahrt hat, haben wir eine Positivkopie erstellt. Hélène Bromberg hat nach alter Handwerkskunst Stück für Stück jedes einzelne Filmbild koloriert. Als Farbkarte diente ein zwei Meter langes Fragment einer Originalnitratkopie, das in einer Privatsammlung wiedergefunden wurde.











