Libretto: Der Luftkrieg der Zukunft




The Airship Destroyer spielt mit einem schmerzenden Thema, der Angst vor einer Invasion. Die Tatsache jedoch, dass die Bedrohung futuristisch ist, verleiht ihm viel Originalität. In der Tat wird dem Film eine besondere Bedeutung beigemessen werden.
Sechs Jahre nach seiner ersten Projektion, wird er 1915 erneut ausgestrahlt. In jener Zeit sind die Engländer von der Angst vor Luftangriffen durch Zeppeline besessen. Mehrere Bombardierungen kosten den Bewohnern von Yarmouth und King’s Lynn das Leben. London steht ebenfalls auf der Abschussliste. Erst 1917 können die tödlichen Angriffe mit Hilfe von Flugabwehrscheinwerfern und die Aufstellung eines Spezialregimentes durch die Royal Airforce gestoppt werden. 1500 britische Untertanen werden Opfer dieses modernen Kriegsinstruments, das der Film schon vorahnen ließ.
Die Zeppeline werden mittels Trickaufnahmen dargestellt. Die animierten Bilder und Modelle sind das Werk eines Meisters der Spezialeffekte: des unterschätzten Walter R. Booth. Bevor er sich an den Anfängen der siebten Kunst beteiligt, lässt Booth seiner Kreativität und überschwänglichen Vorstellungskraft als Hobbyzauberer freien Lauf. Ab dem Jahre 1889 dreht er Trickfilme, in denen er die Techniken von traditionell gemalten Bildern mit Animationen kombiniert. Seine Vorliebe fürs Fantastische wird von diversen Künstlern inspiriert, unter anderem von den Franzosen Georges Méliès und Jules Verne.
Im Jahre 1906 fängt Booth bei der Charles Urban Trading Company an. Diese Firma bevorzugt die Produktion von Nachrichten, Reise-, Naturkunde- und Wissenschaftsreportagen. Ihr Gründer, Charles Urban, als Sohn deutscher Immigranten in den USA geboren, bringt dem englischen Kino eine radikale Entwicklung. Seine Produktionsfirma unterstützt Booth, der sich mit seinem Studio in seinem Garten in Isleworth niederlässt. Nach ein paar Jahren nimmt Booth jedoch einen anderen Weg ein und stürzt sich in die Produktion von Werbefilmen. Sein Werk wird allerdings, genauso wie der Rest seiner Karriere, verkannt.
Das Original ist eine getonte Kopie auf Nitrat-Trägermaterial, das in den 60er Jahren in den Besitz der Deutschen Kinemathek gelang. 2003 wurde in dem Labor des Studios Cine, dank des Desmet Verfahrens zur Restaurierung von Farben, ein neuer Abzug erstellt.
Die Originalmusik dieses Films wurde von Aidje Tafial 2008 komponiert.
Die Sammlung
Tags
- CNC - Filmarchiv Frankreichs
- Filme - Schwedisch
- Die Spanische Kinemathek
- HOLLAND
- Nationalen Kriegsmuseums
- Filmmuseum der Niederlanden
- nadar
- farf
- Filme - verschiedenes
- Filme - Ungarisch
- ruttmann
- Filme - rekonstruierte Aktualität
- Filme - farbig
- KAVA - Das Finnische Filmarchiv
- Filme - Englisch
- Filme - Spanisch
- hesanut
- online
- Kinothek Mazedonien
- philips











