Libretto: Robinet boxeur
(Nauke der Boxer)




In dieser burlesken Komödie aus dem Jahre 1913 bleibt der Chaot Nauke (Robinet) seinem Ruf als Provokateur treu. Sogar in den unglaubwürdigsten Situationen, wie in einem Boxring, scheint diese komische Figur zu allem entschlossen, um die Überhand zu gewinnen.
Es ist Marcel Fabre, mit richtigen Namen Marcel Perez, ein spanischer Schauspieler, der erstmals 1910 das Kostüm von Nauke überzieht. Dieser Darsteller mit den verschiedensten Pseudonymen ist aus einer Zirkusschule hervorgekommen, wo er als Akrobatenclown angefangen hat.
Mit dem ersten Werk, Robinet ha il sonno duro, wird diese Figur in der Komödie eine wahre Referenz und der Schauspieler erlangt in Italien schnell Berühmtheit.
Am Ende des goldenen Zeitalters des romanischen Kinos im Jahre 1915 überquert er den Ozean, und führt seine Karriere in den Vereinigten Staaten von Amerika fort, wo er seine Figur zu Tweedledum werden lässt.
Die Erfindung der Figur Nauke ist auf Arturo Ambrosio zurückzuführen, Produzent und Gründer der Ambrosio Studios. Während der italienische Stummfilm seinen Höhepunkt erreicht hat, möchte Ambrosio den Itala und Cinès Studios, Produzenten der Figuren Tontolini und Cretinetti, zwei neue Helden der Turiner Burleske, Konkurrenz machen.
In der Hoffnung auf Erfolg, engagiert Ambrosio sowohl Marcel Fabre für die Rolle von Nauke als auch Luigi Maggi, einen jungen Regisseur, dem man die erste Version der berühmten Letzten Tage von Pompeji im Jahre 1908 zu verdanken hat.
Dieser Kurzfilm, einer der letzten Filme, die Nauke inszeniert, greift die markantesten Symbole der Burleske auf. Schlägereien, Stürze, Auseinandersetzungen werden alle Ehre gemacht, sowie dem Boxen, das im Kino gerne aufgegriffen wird, um den Filmen einen Komödiencharakter zu verleihen.











