Libretto: Hesanut Builds a Skyscraper
(Hesanut baut einen Wolkenkratzer)




Dieser Kurz-Trickfilm Hesanut Builds a Skyscraper gehört zu einem von fünf Teilen einer Serie, in der die Figur Hesanut in Szene gesetzt wird. Die verschiedenen Cartoons wurden von Kalem Kompany zwischen 1914 und 1915 produziert. Ihr Erscheinen im Kino wurde oft von Kurzfilmen begleitet. Meistens waren es Komödien mit echten Bildaufnahmen.
Hesanut Builds a Skyscraper wurde erstmalig im November 1914 in den Vereinigten Staaten projiziert, dann im Frühling in den Niederlanden, wo er mit zwei verschiedenen Titeln anlief: Wolkenkrabber en de arbeiders in ‘t bouwvak (Die Wolkenkratzer und die Arbeiter in der Bauindustrie) und Bouwen van wolkenkrabbers (Das Bauen von Wolkenkratzern, im Übrigen der Titel der aus dem Nederlands Filmmuseum stammenden Kopie). Laut der holländischen Internetseite Cinema in Context wurden offiziell neun Projektionen in den größten niederländischen Metropolen, Amsterdam, Rotterdam oder auch Den Haag, registriert. Doch zu jener Zeit wurde die Projektion von Zeichentrickfilmen selten durch Plakate angekündigt, und so ist es sehr wahrscheinlich, dass es noch mehr Vorstellungen von Hesanut Builds a Skyscraper gegeben hat.
Die Firma HAP Film ist diejenige, die den Verleih dieses Trickfilms übernimmt. Diese Gesellschaft zählte zu den bedeutendsten Verleihen der Niederlande, und doch war sie auf amerikanische Filme spezialisiert. HAP Film wurde zum Teil von Loet C. Barnstijn gegründet, einer der Pioniere des holländischen Films und die Leitfigur der Siebten Kunst Anfang des 20. Jahrhunderts. Zusätzlich zu seinen Qualitäten und Ambitionen als Verleiher, besaß Barnstijn einige Kinosäle und widmete sich der Produktion. Später in den 1930er Jahren setzt er sich maßgeblich für die Entwicklung des Sprechfilms in den Niederlanden ein. Barnstijn entwickelt sogar sein eigenes Tonverfahren, das Loetafoon. Später gründet er seine Filmstudios und produziert einige Erfolgsfilme.
Es gibt leider sehr wenige Informationen über die Hesanut Serie. Neuere Quellen, wie der Kalem Kalendar oder andere Fachzeitschriften, machen sich ebenfalls rar. Andererseits gibt es eine Spur einer Kritik die in Moving Picture Worlds im Oktober 1914 erschienen ist. Diese Kritik, und sei sie negativ, besagte, dass „dieser Trickfilm lediglich gut fotografiert wurde, das jedoch das Gesamtergebnis mehr als nur mittelmäßig blieb“.
Heutzutage ist das Gesamtwerk der Hesanut Serie verschwunden und in Vergessenheit geraten. Das Nederlands Filmmuseum ist nicht in Besitz eines weiteren Teils.
Die Originalmusik dieses Films wurde von Martin de Ruiter 2009 komponiert.
Erfahren Sie mehr: http://www.cinemacontext.nl/











