Libretto: Le Avventure straordinarissime di Saturnino Farandola
(Die aussergewöhnlichen Reisen des Saturnin Farandoul)




In les Voyages très extraordinaires de Saturnin Farandoul [dans les 5 ou 6 parties du monde et dans tous les pays connus et même inconnus de M. Jules Verne](deutsch: die außergewöhnlichen Reisen des Saturnin Farandoul [in den 5 oder 6 Ecken der Welt und in allen bekannten und sogar von M. Jules Verne unbekannten Ländern]), die 1879 geschrieben wurden, erwartet Saturnin ein fabelhaftes Schicksal und seine Abenteuer sind denen aus den Romanen von Jules Verne (1828-1905) nachgeahmt. Im Übrigen trifft er in diesen auf alle Helden des berühmten Autors: Kapitän Nemo, Phileas Fogg oder Michel Stroggoff.
Und so wie in Jules Vernes Romanen ist die vom Helden angetretene Reise gleichzeitig geographisch, moralisch und technisch. Albert Robida (1848 – 1926) schafft in seinen Romanen eine Zukunftsgesellschaft, in der die Luftfahrt als Haupttransportmittel dient, und in der es alltäglich ist, einen Taucheranzug für den Spaziergang im Meer überzuziehen. Der technische Fortschritt ist dort fester Bestandteil des Lebens der Menschengesellschaft. Saturnin wird hiermit zum Paradebeispiel des modernen Menschen nach Albert Robida: hungrig nach Wissen und Entdeckungen und, dank der ihm zur Verfügung stehenden Technologien, die Natur und das Aal dominierend.
Diese literarischen Abenteuer interessieren den Produzenten Arturo Ambrosio (1869 – 1960), Gründer der Ambrosio Studios, der daraufhin Marcel Fabre (1885 – 1927) bittet, den Roman fürs Kino umzuschreiben. Es entstehen Le Avventure straordinarissime di Saturnino Farandola. Marcel Fabre, mit richtigem Namen Marcel Fernandez Perez, Spanier, Clown und Akrobat, ist dem italienischen Publikum nicht unbekannt. Berühmt wurde er mit seiner burlesken Figur Robinet, die hier auf Europa Film Treasures in zwei Filmen zu sehen ist: Robinet Aviatore und Robinet Boxeur.
Für Le Avventure straordinarissime di Saturnino Farandola teilt sich Marcel Fabre die Regie mit Luigi Maggi (1867 – 1946), italienischer Schauspieler und Filmemacher, berühmt für seinen Film Gli Ultimi giorni di Pompeii (1908), dem Vorzeigefilm der Ambrosio Studios.
Die Originalität des Films beruht auf seine Zusammenstellung: er ist in 18 Episoden von jeweils 20 Minuten unterteilt, von denen leider einige verschwunden sind, wie die der Begegnung mit dem Kapitän Nemo. Der hier vorgestellte Film zeigt 4 Episoden: L'Île des singes, A la recherche de l'éléphant blanc, La Reine de Makalolo et Farandoul contre Phileas Fogg (Die Affeninsel, Auf der Suche nach dem weißen Elefanten, Die Königin von Makalolo und Farandoul gegen Phileas Fogg).
Der Film ist gleichzeitig eine Nachahmung von und eine Hommage an Jules Vernes Universum. Die prachtvollen und atemberaubenden Kulissen erinnern auch an Filme von Georges Méliès (1861 – 1938), insbesondere der romantische Spaziergang unter Wasser von Saturnin und Mysora mit animierten Fischen und Kraken.
Die Sammlung
Tags
- julian schnabel
- Filme - Österreichisch
- Tor zum
- Cock Crew
- Tschechisches Filmarchiv
- freaks
- philips
- prin
- Filme - 1939 - 1969
- Das Nationalmuseum des Films
- Filme - Propagandafilm
- CNC - Filmarchiv Frankreichs
- Filme - Schweizerisch
- handk
- hollande
- NARREN
- Max Lindner
- Filme - experimental
- Swedisches Filminstitut
- linder











